Kirchen der Saintonge

Ilona Schneider - 2009

Die Saintogne ist eine Landschaft im Westen von Frankreich angrenzend an den Atlantik, gekennzeichnet durch ein mildes Klima und eine grosszügige Weite mit viel Raum, eine sanfte Hügellandschaft mit sehr fruchtbarer Erde. In diesem Gebiet existiert eine erstaunliche Fülle an Pfarrkirchen aus der Romanik. Kleine Kirchen, deren Ausdruckskraft enorm gross ist. Die Schönheit dieser Krichen manifestiert sich nicht in Grösse, Innenräumlichkeiten und Üppigkeit des Schmuckes, sondern fast ausschliesslich in Proportion, Volumetrie, Fassadengestaltung und in der Beziehung zwischen Bauwerk, Mensch und Landschaft.

Bei den Untersuchungen dieser Reise geht es darum, die Geometrien der Fassadengestaltung zu untersuchen, um dadurch den architektonischen Mitteln auf den Grund zu kommen, welche zu dieser gesteigerten Ausdruckskraft führen, in dem sich auch das Transzendentale im Verhältnis zum Mensch ausdrückt. Max Raffael beschreibt die Geschichte der romanischen Kunst als "die Geschichte des Versuches, zugleich mit der Abhängigkeit von einem höheren, vollkommenen, unendliche, transzendenten Sein das Wachsen der relativen Selbstständigkeit dieses entliehenen, endlichen, irdischen, unvollkommenen Daseins auszudrücken".

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